Am Samstag, den 20.08.2022 hatten wir Besuch von der Hilfsorganisation @fire - Internationaler Katastrophenschutz, die alle Feuerwehren in der Gemeinde Litzendorf zum Thema Vegetationsbrandbekämpfung

unterwies. @fire besteht seit 20 Jahren und ist eine gemeinnützig anerkannte Hilfsorganisation, die sowohl national als auch international agiert. Die Aufgabe der ehrenamtlichen Helfer besteht darin, allen Menschen

zu helfen, die selbst oder deren Lebensgrundlagen durch Katastrophen, wie bspw. Vegetationsbrände, gefährdet sind. Aufgrund der immer länger andauernden Trockenphasen, gerade im Hochsommer, sind auch

Landkreise und Gemeinden, die bisher wenig Einsätze dieser Art fahren mussten, immer häufiger von Vegetationsbränden betroffen. Aus diesem Grund freuten wir uns natürlich sehr darüber, dass unser Kamerad

Roland Eckert in Zusammenarbeit mit unserem Kommandanten Tobias Koschwitz, den Kontakt zu @fire herstellte und wir von fünf Profis zu diesem Thema geschult wurden. An dieser Stelle ein Dank an die Gemeinde

Litzendorf, die die Kosten übernommen hat. Nach einem ca. dreistündigen Theorieteil, ging es nach dem Mittagessen an den Ortsrand von Naisa, wo wir auf einem Ackerfeld, das von einem ortsansässigen Bauern zur

Verfügung gestellt wurde, die Praxis üben konnten. Leider meinte es der Wettergott nicht allzu gut mit uns, weshalb durch die Regenfälle am Vortag, der Boden zu nass war, um einen Vegetationsbrand entstehen zu lassen.

Nichtsdestotrotz wurden die ca. 50 Kameraden/-innen in drei Gruppen unterteilt und zu verschiedenen Themen "trocken" unterrichtet. An der ersten Station wurde das variable Arbeiten vom stehenden Fahrzeug aus geübt.

Hierbei geht man entweder direkt mit einer D-Leitung weg, die individuell stetig verlängert werden kann. Eine andere Möglichkeit besteht darin, mit mehreren C-Schläuchen, die wiederum mittels eines Verteilers auf

D-Leitungen verkleinert werden, voranzugehen und dabei verschiedene Abschnitte zu bilden. An der zweiten Station wurden die Gerätschaften besprochen (z.B. Pulaski, Gorgui-Handwerkzeug), die benötigt werden, um

einen Graben (sog. Wundstreifen) zu ziehen. Dies erfolgt immer in Blickrichtung zur Feuerfront und soll eine Ausbreitung des Feuers verhindern. Die Dritte und letzte Station hatte den Sinn, die sogenannte "Stop-and-go"

bzw. "Pump & Roll" Methode zu üben. Hier geht es vor allem um das Bearbeiten der rechten und/oder linken Flanken des Vegetationsbrandes. Mit Hilfe von D-Wasserleitungen, die direkt vom Fahrzeug weggehen, werden

die Flanken abgekühlt, sodass Glutnester erlöschen und ein erneutes entfachen des Feuers verhindert werden soll. Hierbei müssen alle Trupps eng zusammenarbeiten, da das Fahrzeug mitfährt und so ein zusätzlicher

Gefahrenbereich entsteht. Ebenso sind die in der Theorie beigebrachten Begriffe wie bspw. LACES (englischsprachiger Begriff) - Ausguck, Ankerpunkt, Kommunikation, Fluchtwege, Sicherheitszone - noch einmal gefestigt worden.

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